
LAR (LES ASTRONAUTES ROMANTIQUES)
„Das Universum ist voller Sterne. Kannst du sie hören?“ /// Wenn die Sehnsucht nach Unendlichkeit eine Nacht in Frankreich verbringen würden, wäre das Ergebnis vermutlich LES ASTRONAUTES ROMANTIQUES – kurz: LAR. Das Duo, bestehend aus JP Mercier und Claire Delmas, lernte sich 2002 kennen und erschafft seither eine Klangwelt, in der analoge wie digitale Klangerzeuger und melancholische Melodien miteinander tanzen wie Planetenmonde im Orbit, zusammengehalten durch JPs Synthesizer-Sequenzen und seinem Spiel auf den Simmons-Drums sowie Claires Pianoausflügen die sie durch virtuose Cello-Attacken ergänzt..
Julien-Phillipe MERCIER, Produzent, Klangtüftler und Sammler seltener Synthesizer aus Lyon, war einst Philosophiestudent – was man seiner Musik anhört: Jeder Ton ist eine kleine Überlegung über Zeit, Raum und Liebe. Claire DELMAS (abgekürzt CD), Multiinstrumentalistin aus Chalon-sur-Saône mit einem Herz für Violine, Cello, Xylophon und klassisches Piano verleiht den Songs der romantischen Astronauten zurückhaltende Substanz und eine fast ätherisch-menschliche Note. Vom staatlichen französischen Rundfunk zur Tonmeisterin ausgebildet ist sie auch die treibende Kraft hinter dem LAR-Sound.
Der Stil von LAR? Eine leuchtende Spur irgendwo zwischen typisch französischem Synthpop der 1970er/1980er Jahre und modern-romantischen Elektronik-Klängen. Doch LAR klingen nie nach Kopie, sind stets eine Neuinterpretation: elektronischer Retro-Sound trifft auf analoge Sehnsucht, verschmilzt mit modernem Ambient-Minimalismus. So ist Motto der romantischer Astronauen „L’Amour Gravitationnel“ (übersetzt: „Die Schwerkraft der Liebe“), dass sich die Anziehung zwischen Menschen, Planeten, Klängen stets zu einem Soundtrack für jene entwickelt, die nachts aus dem Fenster blicken, nach den Sternen greifen und dabei deren Herzschlag mit allen Echos sprüren können.
LES ASTRONAUTES ROMANTIQUES machen Musik für alle, die daran glauben, dass das Universum nicht kalt und leer ist. Ihre Alben sind thematisch und musikalisch ebenso unterschiedlich wie aufregend, wobei sich JP und CD bei der Verantwortung für jedes Album abwechseln. Bereits das Debut von 2006, „Visite en Chine“ (dt. „Besuch in China“) – initiiert von JP –, war eine Überraschung und brachte ihnen große Reputation aufgrund der zu Gehör gebrachten Soundvielfalt „von Jean-Michel Jarre über Vangelis zu Angelo Badalamenti“ (= Zitat von Kritikern). Bis 2011 tüftelte das Duo dann an etwas, was sie später als einen erweiterten Soundtrack für den Kinofilm „Das fünfte Element“ von Luc Besson beschrieben (der bis heute CDs Lieblingsfilm ist) und unter dem Titel „Multipass“ veröffentlichten. Wieder waren Fans wie Kritiker voller Euphorie, was LAR da zu Gehör brachten. 2016 folgte mit „Aquanaute“ eine Hommage von JP an Leben und Werk von Meeresforschungspionier Jacques-Yves Cousteau, dem 2020 das Album „Le Roi Soleil“ (dt. „Der Sonnenkönig“) folgte.
„Le Roi Soleil“ war allerdings keine Reminiszenz an König Ludwig den XIV., sondern bezieht sich auf Antoine de Saint-Exupéry. Saint-Ex hatte bereits als verwöhntes Kind aufgrund seiner blonden Haare den Spitznamen „Sonnenkönig“ erhalten und bezeichnete sich später auch gerne als „le beau blond“, was am Ende kaum Zweifel zuließ, wer hinter der Seele seiner literarischen Figur „Der kleine Prinz“ steckte. CD verarbeitete im Album auch Teile ihrer zuvor komponierten Ballettmusik „Le retour à l’astéroïde B 612“. 2023 folgte gesammelte LAR-Filmusik auf dem Album „20 Bandes Originales“ und 2025 schließlich mit „Attirance“ eine Hommage an die französischen SynthP: ein Livealbum; Novum deshalb, weil op-Historie. Ein Novum folgt Ende 2026 mit „Voyage en direct“ und zwar deshalb, weil LAR bisher nur ein einziges Mal live aufgetreten sind. Das war 2020 und der Mitschnitt findet sich auf diesem Album.
Aber die beiden sind auch als Solo-AI-tists aktiv und das schon seit Jahren:

CLAIRE DELMAS veröffentlichte mittlerweile zwei Ballet-Musiken mit „Le retour à l’astéroïde B 612“ und „La Fee Melusine“. Ihr sensationelles Solo-Debut war „Une planète appelée Arrakis“, eine klanglische Hommage an Frank Herberts Roman „Dune“ / „Der Wüstenplanet“, dem mit „Délmasque“ (= ein Wortspiel aus Delmas und démasque, der Demaskierung) ein musikalisch vällig anderes Werk folgte.
JP MERCIER ist schon weit vielen Jahren im Musikbusiness
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